Kommt es zu einem Handelskrieg wegen des Stahls?

   Volkswirtschaftslehre

Deutschland hofft, dass der G20-Stahlgipfel am Donnerstag in Berlin dazu beitragen wird, einen Handelskrieg zu verhindern, sagte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries am Montag gegenüber Reuters und warnte davor, dass Europa Gegenmaßnahmen ergreifen könnte, wenn die USA neue Zölle anordnen. „Ich hoffe, dass wir uns auf ein abschließendes gemeinsames Kommuniqué einigen können, das noch nicht gesichert ist, weil wir noch verhandeln“, sagte Zypries.

Die Gefahr eines Handelskrieges mit Stahl sei noch nicht gebannt, und der G20-Gipfel, an dem auch andere OECD-Länder teilnehmen werden, solle zur Konsensfindung beitragen, sagte Zypries Reuters. „Wir wollen multilaterale Abkommen, wir wollen ein koordiniertes Vorgehen der Staaten der Welt“, sagte Zypries. Deutschland hat derzeit die Präsidentschaft der G20 inne.

Es gibt eine schwierige wirtschaftliche Situation

„Jedes Land muss erkennen, dass es nicht richtig ist, einseitig zu handeln – weder durch Handelsbeschränkungen noch durch eigene Vorstellungen darüber, wie viel exportiert werden soll“, fügte Zypries hinzu. Auf die Frage, ob die Europäische Union Gegenmaßnahmen ergreifen wird, wenn US-Präsident Donald Trump beschließt, neue Zölle auf Stahl zu erheben, sagte Zypries:„Wir sind immer noch bereit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn die Amerikaner anfangen, sie durchzusetzen. Wir wären dazu gezwungen“.

Der Fachkräftemangel bremst das deutsche Wachstum und stellt für die deutsche Wirtschaft zunehmend ein ernsthaftes Problem dar, so das Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität zu Köln (IW). Die Wirtschaft wächst, aber ihr Potenzial wird durch den Mangel an Fachkräften drastisch eingeschränkt, was die deutschen Unternehmen daran hindert, alle Aufträge zu erfüllen. Angesichts dieser Situation ist es nicht ungewöhnlich, dass es Situationen wie die von Eichstätt gibt, einem deutschen Volk mit 1,3% Arbeitslosigkeit, das nach Arbeitnehmern mit „Verzweiflung“ sucht. Die Leerstandsquote liegt deutschlandweit auf historisch hohem Niveau und liegt erstmals über einer Million. Im Jahr 2006 gab es rund 500.000 unbesetzte Stellen. Eine offene Stelle ist eine Position (neu geschaffen, unbesetzt oder kurz vor der Vakanz), in der der Arbeitgeber aktiv nach einem Kandidaten mit den richtigen Fähigkeiten sucht, um diese Position zu besetzen.

Deutschland könnte stärker wachsen

„Die wirtschaftliche Dynamik mag noch stärker sein, aber der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften bremst die Geschäftstätigkeit. Viele arbeiten bereits bis an die Grenze: Mehr als ein Drittel spricht sogar von einer Überlastung“, heißt es in der Pressemitteilung des Instituts. 47% der Unternehmen bestätigen, dass der Mangel an Fachkräften die Produktionsmöglichkeiten einschränkt. Der Mangel an Fachkräften hemmt auch Investitionsanreize. Unternehmen würden in Deutschland mehr in Kapital und Technologie investieren, wenn sie in den meisten Wirtschaftszweigen mehr Spezialisten zur Verfügung hätten“, sagt IW-Direktor Michael Hüther.

Das IW sieht die deutsche Wirtschaft in einer guten Position und prognostiziert für das kommende Jahr ein „robustes Wachstum“ von 2,0%, warnt aber davor, dass die Dynamik stärker sein könnte, wenn es nicht den Fachkräftemangel gäbe. Trotz allem rechnet fast die Hälfte der Unternehmen im nächsten Jahr mit einer Produktionssteigerung, während nur 9% mit einem Rückgang rechnen. 42% haben einen Anstieg der Investitionen und nur 11% mit einem Rückgang.

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